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Hier werden die Projektklassen 8a, 8b und 7b über Ihre Arbeit berichten.

7b - Unser Zeitungsprojekt

Schon vor dem Beginn des Projekts haben wir uns darüber unterhalten, wozu man eine Zeitung gebrauchen kann und welche anderen medien es gibt. Z.B. Radio, Fernsehen, Internet.

Wir haben Eltern, Verwandte und Freunde gefragt, wie sie sich über das Neueste in der Welt informieren - meistens Fernsehen oder Internet und Zeitung.

Über die Berufe bei einer Zeitung haben wir uns informiert: Reporter, Journalist, Fotograf, Redakteur, Drucker, Gestalter, Zeitungsausträger und andere.

Mit dem Text "Ein Tag beim Bellenden Boten" haben wir gelesen, was einige Leute bei einer Zeitung so machen. Dabei haben wir auch erfahren, was eine Nachrichtenagentur ist, was die Redaktionskonferenz mach und wie Zeitungsseiten zusammengebaut werden.

Wir haben uns Fragen überlegt, die wir einem Redakteur stellen können. Ein Redakteur will uns nämlich in der Schule besuchen.

 

 

Seit Montag, 12.09.2011, bekommen wir jeden Tag die Zeitung in die Klasse.

Wir lesen manchmal zusammen oder auch mal jeder für sich die Zeitung. Manchmal besprechen wir auch Artikel genauer. So haben wir die über die Zukunft der Hauptschule und Herrn Bürgermeister Dippel genau gelesen und darüber gesprochen.

Die Kinderseiten und "Stadt-Land-Plus" lesen wir regelmäßig und haben dabei schon gelernt, warum der "Bienenstich" so heißt, welche römischen Götter es gab - machen wir auch gerade im Geschichtsunterricht - und wie das Dorf "Sterbfritz" zu seinem Namen kam.

 

Am Mittwoch, 14. September, hat uns Frau Petersen von der Fuldaer Zeitung besucht. Sie hat uns von ihrer Arbeit erzählt, was sie so macht, was ihr besonders gefällt an der Arbeit und welche Stars sie schon getroffen hat.

Sie hat uns erzählt, dass es die Fuldaer Zeitung schon seit 1874 gibt und es damals nur wenige Zeitungen waren, die gedruckt wurden. Heute sind es jeden Tag 52.000 Zeitungen. 450 Leute arbeiten bei der Zeitung und 600 Austräger verteilen die Zeitungen früh am Morgen.

Wir fanden es toll, dass jemand von der Zeitung kam und unsere Fragen alle beantwortet hat. Zum Schluss haben wir noch ein Bild gemacht.

 

Artikel für die Fuldaer Zeitung

Miteinander geht es besser

So gelingt Integration an der Domschule Fulda

Das gemeinsame Leben und Lernen, die Mitverantwortung aller für das gegenseitige Verstehen zwischen Menschen verschiedenster Kulturen, Religionen, Gruppen und Völker sind wichtige Anliegen der schulischen Arbeit. Integration ist an der Domschule Fulda eine Selbstverständlichkeit. Behinderte und nicht-behinderte Kinder werden inklusiv (im Gemeinsamen Unterricht) unterrichtet und Schüler/innen aus 36 Nationen besuchen derzeit die Schule. Die Vielzahl von Kulturen und Heimatländern bildet ein lebendiges Abbild des „echten“ Lebens. Alle reden über Europa und seine Probleme; an der Domschule Fulda wird (fast) die ganze Welt unter einem Dach unterrichtet. Eine spannende Aufgabe, zu der zahlreiche Schülerinnen und Schüler ihren Beitrag leisten. Die Klasse 7b hat Mitschüler zu ihrem Einsatz und zum Thema Integration befragt und einen Bericht darüber verfasst.

Streitschlichter

Für Phong, Derya, Mine, Philipp und ihre Kollegen/innen beginnt die große Pause damit, dass sie ihre Westen anziehen und auf den Schulhof gehen. Die Westen weisen sie als „Streitschlichter“ aus. In den beiden großen Pausen laufen sie auf dem Schulhof umher und schlichten kleinere Streitigkeiten sofort. Gibt es einmal größere Probleme, bieten sie den Streitenden ein Mediationsgespräch im Streitschlichterraum an. In diesem Schuljahr sind 13 Streitschlichter im Einsatz.

„Manchmal haben wir viel zu tun“, sagt Derya über ihre Einsätze, „aber meistens geht es um Kleinigkeiten.“ Dennis und Kevin, die auch bei den Schulsanitätern tätig sind ergänzen: „Es ist uns wichtig, dass sich alle Schüler gut verstehen und miteinander reden, bevor sie sich schlagen.“

Eliska Handzel betreut die Streitschlichter/innen und bildet sie aus. Es gibt einen Wahlpflichtunterricht, in den man gehen kann, wenn man Streitschlichter werden möchte. Sie sagt: „Es kommt uns sehr darauf an, dass sich alles Schülerinnen und Schüler an der Schule sicher sind und sich gut integriert fühlen. Dazu muss man miteinander reden können – auch im Streitfall.“ 

Schulsanitäter

Auch Hakan, Marius, Kevin und Dennis  haben eine Aufgabe, mit der sie anderen Schülerinnen und Schülern helfen. Sie sind Schulsanitäter. Sie haben einen Einsatzplan, nach dem sie jeden Tag Bereitschaft haben. Momentan gibt es 15 Schulsanitäter. Sie helfen Mitschülern bei kleinen Verletzungen, trösten sie und geben ihnen ein geborgenes Gefühl.

Es gibt einen Schulsanitätsleiter, der die Dienste einteilt. Wer Dienst hat, hat eine „Sani-Weste“, ein Funkgerät und die Einsatztasche bei sich. Da ist alles drin, was man für die erste Hilfe braucht.

Im Sanitätsraum können Verletze betreut werden, bis ein Krankenwagen kommt.  Dort  ist auch weitere Ausstattung und wem es nicht gut geht, der kann auf einer Liege ausruhen. Bei Schulfesten, Sporttagen und anderen Veranstaltungen sind die Sanitäter im Einsatz.

Die „Schulsanis“ werden regelmäßig vom Malteser Hilfsdienst ausgebildet. „Wir arbeiten ab der ersten großen Pause. Wir gehen auf den Schulhof und auf den Sportplatz und sind da, wenn sich jemand verletzt hat“, sagt Hakan.

„Es macht Spaß und gibt ein gutes Gefühl, wenn man anderen helfen kann“, ergänzt Marius.

Schülerlotsen

Um 7:50 Uhr am Morgen beginnt der Dienst der Schülerlotsen. Sebastian, Marcel  und ihre Kollegen stehen an den gefährlichen Überwegen in der Nähe der Domschule und sorgen dafür, dass alle Schülerinnen und Schüler sicher in die Schule kommen. Besonders an den Zebrastreifen, wo keine Ampel ist, stehen jeden Morgen 3 bis 4 Lotsen parat.

Manchmal müssen sie sich beeilen, um noch rechtzeitig in ihren Unterricht zu kommen. Allerdings ist ihr Dienst nicht ganz ungefährlich. „Es gab schon Situationen, da haben uns unvorsichtige Autofahrer schon beinahe überfahren“, berichtet Sebastian.

Nach der 4. bzw. 5. Stunde, wenn die Grundschulkinder aus haben, muss auch wieder Dienst gemacht werden. Dann sorgen die Schülerlotsen dafür, dass die Kinder sicher nach Hause kommen. Besonders für die Kinder aus der ersten und zweiten Klasse gibt es ein sicheres Gefühl, wenn ältere Mitschüler ihnen beim Überqueren der Zebrastreifen helfen.

Den Schülerlotsen macht ihr Dienst großen Spaß, auch wenn das Wetter mal schlecht ist. Zur Belohnung gibt es jedes Jahr einen Schülerlotsen-Ausflug, einen Besuch auf dem Schützenfest und im Eissalon.

Intensivklassen und Intensivkurse

Überhaupt fängt Integration damit an, dass Kinder und Jugendliche, die ohne Deutschkenntnisse in unser Land kommen, vernünftig Deutsch lernen. An der Domschule gibt es dafür besondere Intensivklassen. Dort lernen die Jungen und Mädchen hauptsächlich die deutsche Sprache kennen. Sie haben aber auch Unterricht in Mathematik, Sport, Sachkunde und Kunst. Sobald sie genug Deutsch können, nehmen sie zunächst für einige Stunden am Tag am Unterricht einer normalen Klasse teil, damit sie auch mit Kindern in Kontakt kommen, die Deutsch sprechen und schneller lernen sich auf Deutsch zu verständigen. So werden sie auch gut in die Schulgemeinde integriert.

Für die Primarstufe (Grundschule) gibt es eine Intensivklasse. Dort werden momentan 11 Kinder unterrichtet. Sie kommen z.B. aus Mazedonien, Rumänien, Indien, Thailand oder Iran. Ihr Klassenlehrer ist Diethelm Schäfer. Er sagt: „Die meisten Kinder in der Klasse haben viel Spaß daran, mit anderen zu lernen und zu arbeiten. Sie wollen am liebsten alles sofort können.“ Den Kindern gefällt der Unterricht sehr, da sie viel auf spielerische Weise lernen.

In der Sekundarstufe (Jahrgangsstufe 5 bis 10) gibt es zwei Intensivklassen. Hedwig Wieser und Winfried Firle unterrichten dort. Sie sind sich einig, dass ihre Schüler und Schülerinnen meist sehr fleißig und lernwillig sind, weil sie wissen, dass Deutsch zu lernen ihre beste Chance ist, einen guten Arbeitsplatz zu finden.

Die Schülerinnen und Schüler der beiden Klassen kommen aus Afghanistan, Bulgarien, Ungarn, Somalia, Äthiopien oder Eritrea.  Da sie etwas älter sind, fällt ihnen das Lernen nicht mehr so leicht.  Für sie ist es wichtig, möglichst schnell unsere Sprache zu lernen, denn auch sie möchten einen qualifizierten Abschluss erreichen und vielleicht sogar den Realschulabschluss machen. Mohammed  (16) aus Afghanistan ist seit eineinhalb Jahren in Deutschland. Er hat die Intensivklasse für 1 Jahr besucht  und nimmt seit diesem Jahr am Unterricht der Klasse 9c teil, weil er den Abschluss machen möchte. „Ich habe viel gelernt an der Schule und will einen guten Hauptschulabschluss machen.“

Marius (14) aus Rumänien besucht 14 Stunden in der Woche die Intensivklasse und nimmt bereits in den Fächern Mathematik, Englisch, Sport, Arbeitslehre und Ethik am Unterricht der Klasse 7b teil (13 Stunden). Er spricht schon ganz gut Deutsch und kann sich über alles verständigen. „Wenn ich mal etwas nicht verstehe, helfen mir die Schüler in meiner Klasse weiter. In der Intensivklasse lerne ich weiter, um besser Deutsch zu sprechen.“  

Schülerinnen und Schüler, die schon ein oder zwei Jahre die Intensivklasse besucht haben, wechseln in eine Regelklasse und haben nur noch ein paar Stunden Intensivkurs in der Woche. Dort können sie dann Sachen, die sie nicht verstanden haben, mit ihrem Lehrer besprechen.

Recherchiert und geschrieben haben:

In der Klasse 7b haben an dem Projekt mitgearbeitet:

Tuce Akbulut, Ruba Hussein, Tayyip Akkilinc, Lisa Janssen, Nikolas Beringer,       Marius Löhr, Birgül Bostan, Milot Pllashnik, Driton Cajani, Hetem Redzepi, Mehmet Colak, Nehir Ürüc, Hasan Devki, Sevim Uyar, Mustafa Dural, Gülsah Varol, Oguzhan Er, Klaudia Zielonka, Bulat Gamsatov, Hakan Gündüz 

Klassenlehrer: Harald Frühauf

Fulda, 02.11.2011